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buchtipp für die Urlaubszeit

Donnerstag, 21.05.2020
Himmelfahrt, 7.00 Uhr. Ich stehe mit meinen Hunden im Garten und genieße mit ihnen die Frische des neuen Tages. Während sie den Rasen abschnüffeln, schweift mein Blick über die Blumen- und Gemüsebeete, registrieren den Wachstumsfortschritt seit gestern. Ich freue mich, dass die Erdbeeren so viele Blüten tragen. Die Rosen knospen. Akelei und Kornblumen haben sich auch in diesem Jahr ihren Platz gesucht und blühen in farblicher Harmonie.
Zwischen das allgemeine morgendliche Vogelgezwitscher mischt sich der Ruf des Kuckucks.
So ist Urlaub für mich. Körper und Seele nehmen nach einer erholsamen Nacht die Geschenke der Natur, ihre Farben, Düfte und Klänge wahr und werden davon genährt. Und dazu muss ich nicht wegfahren, denn dies habe ich zum Glück alles bei mir zu Hause.
Wie ist es für Sie? Wie mögen Sie Ihren Urlaub?
Falls Sie auch einem Urlaub zu Hause etwas abgewinnen können oder neugierig sind, wie das gehen könnte, hier ein Buchtipp für Sie: "Gebrauchsanweisung fürs Daheimbleiben" von Harriet Köhler.  Es wurde schon vor Corona geschrieben, passt jedoch haargenau in unsere jetzige Situation. Im Klappentext des Buches finden Sie folgende Sätze:
"Urlaub zu Hause. Den meisten von uns ist der Gedanke eher fremd. So fremd wie früheren Generationen die Vorstellung einer Auslandsreise. Dabei ist Daheimbleiben kein Bekenntnis zur Langeweile, sondern bietet die Chance, das zu finden, was wir in der Ferne oft vergeblich suchen: eine entspannte, bewusstere Version von uns selbst. Es ist außerdem ein Akt der Rebellion gegen Jetlags, CO2-Wahnsinn und den Irrglauben, der geistige Horizont eines Menschen habe vor allem mit seinem Meilenkonto zu tun. Und das beste Mittel gegen Stau ist immer noch, gar nicht erst loszufahren - man muss nur etwas mit sich und seiner Zeit anzufangen wissen. " 
Charmant und leichtfüßig zeigt die Autorin 14 Ideen auf, wie wir "zu Entdeckern unseres Heimatortes werden, zu Weltenbummlern in der Nachbarschaft und zu glücklichen Urlaubern in der eigenen Wohnung."
Neugierig geworden? Dann viel Spaß bei der Lektüre und der Umsetzung dieser Ideen. 
Ich wünsche Ihnen einen  wunderbaren Urlaub.

 

Dankbarkeit in Zeiten von Corona

Sonntag, 10.5. 2020
So viele Wochen nun leben wir im "Corona-Modus". Alles ist anders, das Leben hat einiges von seiner Leichtigkeit eingebüßt. Dennoch - ich möchte nicht in Sorge und Zukunftsangst versinken, ich möchte bewusst wahrnehmen und wertschätzen, was trotzdem gut ist in dieser Zeit: das Lachen der Kinder im Nachbargarten links, der Duft des Flieders aus dem Nachbargarten rechts. Das Summen der Insekten im blühenden Apfelbaum. Der kurze Plausch mit anderen Spaziergängern. Die Wärme der Sonne. Rückläufige Infektionszahlen. Und noch so viel mehr.
Ich lade Sie herzlich ein, eine kleine Dankbarkeitsübung für die schönen Momente des Alltags auszuprobieren. Sie ist als Bohnenübung bekannt und geht so: Stecken Sie sich am Morgen einige Kaffeebohnen (es gehen natürlich auch andere, aber Kaffee duftet nun mal so schön) in die linke Hosentasche. Und jedes Mal, wenn Ihnen tagsüber ein kleiner Glücksmoment begegnet - s.o. und noch viel mehr - lassen Sie eine Bohne in die rechte Hosentasche wandern. Am Abend werden Sie staunen, wieviel Tolles in einem Tag stecken kann. Sogar in Zeiten von Corona! Mit Ihrem dadurch geschärften Blick für das Schöne kann sich der Fokus ändern und der Stress-Level sinken.

hoffnungsbriefe

Sonntag, 3.5.2020
Sicherlich haben Sie schon von der Aktion Hoffnungsbrief der Diakonie Hamburg gehört: Wer mag, kann einen Brief an ältere Menschen in Alten- und Pflegeheimen schreiben, um ihnen Freude in ihrer derzeitigen Isolation zu schenken (Genaueres erfahren Sie unter diakonie-hamburg.de).
Weil die Seniorinnen und Senioren momentan den Frühling nur von ferne aus ihren Fenstern beobachten können, habe ich in meinem Garten Blüten gesammelt und gepresst (wie damals in der Schule, als wir im Biologieunterricht ein Herbarium angelegt haben) und in den Brief geklebt.
So kann ein kleiner Brief ein richtiges Projekt werden:  mit Freude beim Spaziergang durch den Garten, beim Sammeln der schönsten Blüten, beim achtsamen Sortieren der Blüten in dicke Bücher. Die Spannung nach einigen Tagen, ob es gelungen ist; die Freude darüber fließt in den Brief mit ein und überträgt sich so auf den Empfänger.
Gutes kann so einfach sein. 

Singen Macht Glücklich

Montag, 27.4.2020 
Singen ist auch aus entspannungspädagogischer Sicht sehr zu empfehlen. Egal, ob unter der Dusche, im Auto oder im Chor - jedes Mal wird der Vagusnerv, der sogenannte Entspannungsnerv, aktiviert. Für alle, die gern singen möchten, hier ein Tipp:
Am Dienstag, 28.4.2020 von 20-21 Uhr lädt DER NORDEN SINGT zum Online-Singen ein. Dazu einfach unter www.youtube.com "Der Norden singt" eingeben, auf den Livestream klicken und fröhlich mitsingen.
Viel Freude :)

Ein Sonntag wie vor 50 Jahren

Sonntag, 26.4.2020
Gehören Sie auch zu denjenigen, die in dieser surrealen Situation der Corona-Krise irgendetwas Gutes zu entdecken versuchen? Ich habe gemerkt, dass ich mich oft wie in meiner Kindheit fühle, und zwar nicht wegen meiner Erinnerungen an diese Zeit, sondern weil vieles jetzt genau so ist wie damals. Es ist viel stiller draußen, der Himmel ist blau und dort fliegen Vögel. Wahrscheinlich waren sie in anderen Frühjahren auch da, aber eben nicht so präsent. Wenn dann doch mal ein Flugzeug über uns hinwegfliegt, schaue ich hoch, weil es inzwischen etwas Besonderes und nicht mehr ständig Nervtötendes ist. Die Menschen machen Sonntagsspaziergänge, diese geruhsamen Runden, die ich auch mit meinen Eltern machte, "um frische Luft zu schnappen", wie es hieß, nicht, um schnell irgendwo anzukommen. Auf den Straßen meiner Nachbarschaft sind kaum Autos unterwegs, stattdessen bemalen die Kinder mit Straßenmalkreide den Fußweg. Der Flieder in den Gärten beginnt zu blühen, der Ginster auch, ihr Duft liegt in der Luft. Wenn jetzt die ersten Leute Federball auf der Straße spielen, ja, dann bin ich wirklich real angekommen in den Erinnerungen an meine Kindheit. Dieses Lebensgefühl so deutlich zu spüren und bei jedem Spaziergang darin einzutauchen, das gefällt mir.

Unterwegs entdeckt

Sonntag, 19.4.2020
Auf den Fotos oben sehen Sie einige kleine Dinge, die mich bei meinen täglichen Spaziergängen erfreuen. Gerade die ganz zarten Blumen, teilweise an unscheinbaren Orten, lassen mein Herz hüpfen.
Als ich bei einem meiner Mutmach-Botschaften-Aufhänger vorbeikam, die ich vor Ostern "ausgesetzt" hatte (siehe Text von Freitag, 17.4.) war ich besonders glücklich, weil er Gesellschaft bekommen hatte :)  Irgendjemand hatte an den Strauch zwei Ostereier dazu gehängt. Toll, wie sich Freude weiter verteilen kann!

das Schöne im Blick behalten

Freitag, 17.4.2020
Wie groß die Diskrepanz zwischen dem Außen - der momentan reichlich aufblühenden Natur - und dem Innen - die Anspannung aufgrund der Corona-Krise - in diesem Frühjahr 2020 doch ist!
In Berlin soll sich der Lärmpegel halbiert haben, so dass das Vogelgezwitscher die Menschen erfreuen kann. Hoffentlich haben viele ein Ohr dafür und können so gute Empfindungen speichern, was wir alle in dieser herausfordernden Zeit unbedingt brauchen.
Jede kleine Freude, jedes Lächeln hilft, Stress abzubauen. Und so funktioniert auch diese  Entspannungsübung, dessen Ergebnis Sie auf dem Foto sehen. Kleine Mutmacher-Botschaften wie zum Beispiel "Freude", "Hoffnung", "Mut" auf eine Holzscheibe schreiben (mit Buntstift oder wasserfesten Stiften), auf die Rückseite einen Smiley, ein Herz, eine Blume, ein Kleeblatt oder anderes zeichnen und beim nächsten Spaziergang draußen in die Bäume und Sträucher hängen. Dies macht gleich mehrere Menschen glücklich: Sie als Gestalter, der sich eine kreative Auszeit gönnt und alle, die beim Spaziergang wachen Auges ihre Umgebung wahrnehmen. Viel Freude dabei!





zwei Literaturtipps für sie


Dienstag, 14.4.2020
Im Moment ist unser Leben ziemlich entschleunigt. Noch vor kurzem war dies ein Zustand, den sich viele Alltagsgehetzte zumindest gelegentlich wünschten - nun muss jeder irgendwie damit klarkommen. Vielleicht helfen diese zwei Literaturtipps, der plötzlichen Verlangsamung positiv zu begegnen und Impulse daraus auch in die Nach-Corona-Zeit mitzunehmen.

"Gehen. Ein leichtfüßiges Glück" von Elisabeth-Hör-Bogacz: In dem 2013 veröffentlichten Buch beschäftigt sich die Autorin mit vielen Aspekten der einfachsten Fortbewegungsart des Menschen. Sie beschreibt, wie durch das bewusste Gehen jede/r Schritt für Schritt mehr Selbstbewusstsein, Körpergefühl, Gelassenheit, Kreativität und Achtsamkeit entwickeln kann und gibt Tipps für inspirierende Auszeiten und Streifzüge - gerade auch in die nähere, vermeintlich unspektakuläre Umgebung. Genau das Richtige für die jetzige Zeit, in der Zuhause bleiben und Spaziergänge allein oder maximal zu zweit an der Tagesordnung sind.

"Muße. Vom Glück des Nichtstuns" von Ulrich Schnabel: Zugegeben - wer gerade um seinen Job bangt oder wem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, dem mag dieser Buchtitel provokant erscheinen. Dennoch lohnt sich eine Lektüre. Dieses 2010 veröffentlichte Buch beschreibt ein damals verlorengegangenes Lebensgefühl. Detailliert erklärt Ulrich Schnabel, weshalb Zeiten des Nichtstuns für unseren Geist und die Kreativität so wichtig sind und was neurophysiologisch in unserem Gehirn vor sich geht, während wir vermeintlich nichts tun. Dieses fundiert und kurzweilig geschriebene Buch hilft vielleicht, sich mit dem momentan verordneten Zustand zu arrangieren und aus dem "Ich kann nichts tun" ein "Ich gönne mir jetzt Muße" zu entwickeln.

Entspannt bleiben trotz Corona? geht das überhaupt?

Dienstag, 7.4.2020
Seit Wochen nun leben wir schon mit den Nachrichten zum Thema Corona-Virus. Täglich prasseln unzählige neue, meist Sorgen bereitende Meldungen auf uns ein; das unbeschwerte Leben "vor Corona" kommt den meisten schon ewig lange her vor. Es ist nicht einfach, die berechtigten Ängste auch mal zur Seite zu legen. Ich möchte einige Impulse für Mini-Auszeiten aufzeigen, die jetzt so wichtig sind, um unser Nervenkostüm zu schützen und somit das Immunsystem zu stärken.
Wer im Internet nach "Achtsamkeitsglocke" sucht, kann sich eine entsprechende App herunterladen. Dann nur noch das gewünschte Intervall herunterladen und schon ertönt über den Tag verteilt der Klang einer Glocke. Dies kann zum Innehalten einladen, zum bewussten Atmen, zur Körperwahrnehmung, zum Blick aus dem Fenster oder was auch immer Ihnen guttut.
Nach Corona-Nachrichten bewusst etwas Schönes tun. Dazu habe ich mir eine hübsche Schachtel in Greifweite gestellt. Darin sind - nein, keine Naschis ;) - kleine Zettel. Auf jeden habe ich eine Tätigkeit geschrieben, die mir guttut und die ich sofort umsetzen kann. Beispiele: Tanzen. Mit den Hunden spielen. Qigong-Übungen machen. Ein Kreuzworträtsel lösen. Swingmusik hören. Eine Folge meiner Lieblingsserie gucken...
Bestimmt haben Sie gleich eigene Ideen, die Sie gern sofort im Anschluss an das Lesen oder Hören von Nachrichten als bewusste Entspannungseinheit umsetzen mögen. Dann nur noch einen Zettel aus der Box ziehen und loslegen! Der Sinn dieser Übung ist, dass der Stress, der durch das Lesen der Corona-Meldungen entsteht, sich nicht in unserem Körper festsetzt und somit eine Balance im Gefühlsleben entstehen kann.

Plötzlich so viel Zeit!


Donnerstag, 26.3. 2020
Die Corona-Pandemie bremst uns aus. Für viele Menschen ist es ungewohnt und nicht einfach, ohne den von außen getakteten Alltag zu leben. Auflehnung dagegen bringt nichts, aber vielleicht der Gedankenimpuls von Anselm Grün für den heutigen Tag:
"Gönne dir, einmal mit gutem Gewissen jetzt gar nichts zu tun. Diese innere Freiheit tut gut. Sie führt wirklich zur Ruhe, zu einer schöpferischen Ruhe, von der ich irgendwann mit neuer Lust, etwas anzupacken, aufstehen werde." 
("365 Tagesimpulse" von Anselm Grün, Herder-Verlag)

Die Online-Messe "Buddha and Balance" ist gestartet!

Samstag, 21.3.2020
Seit heute ist die erste Online-Messe "Buddha and Balance" für die Menschen da. Gerade in Zeiten wie diesen tut es gut, den Fokus auf Positives zu richten. Schauen Sie doch gern mal rein!